• Preisträger Prof. Dr. Joachim von Braun
  • Dr. A. Fadani, Dr. Barbara von Braun, Preisträger Prof. Dr. Joachim von Braun, Dr. Prabhu Pingali (Bill & Melinda Gates Foundation)
  • Urkunde und Medaille des Justus von Liebig-Preises 2011
  • Laudator Prof. Dr. Franz Heidhues
  • Übergabe der Urkunde an Prof. Dr. Joachim von Braun durch Stiftungsvorstand Dr. Andrea Fadani
  • Übergabe der Urkunde an Prof. Dr. Joachim von Braun durch Stiftungsvorstand Dr. Andrea Fadani
  • v.l. Dr. Andrea Fadani, Dr. Klaus-A. Gerstenmaier (Vorsitzender des Stiftungsrates), Prof. Dr. Joachim von Braun (Preisträger), Prof. Dr. Hans-Peter Liebig (Rektor der Universität Hohenheim)
  • PREISTRÄGER 2011 -
    PROF. DR. JOACHIM VON BRAUN

    Die Stiftung fiat panis, als Nachfolgerin der Vater und Sohn Eiselen-Stiftung, verlieh 2011 zum zweiten Mal den Justus von Liebig-Preis für Welternährung für herausragende Leistungen im Einsatz gegen Hunger und ländliche Armut an den deutschen Wissenschaftler Prof. Dr. Joachim von Braun. Der Preis war mit 25.000 Euro dotiert und wurde anlässlich des World Food Day Colloquiums in Hohenheim bei Stuttgart verliehen.

    Herr Prof. von Braun hat durch seine außerordentlichen Leistungen in der Agrarforschung zur Verbesserung der weltweiten Ernährungssicherung und damit zur Verringerung von Armut und Hunger beigetragen. In seinen Funktionen als Generaldirektor des International Food Policy Research Institute (IFPRI), als Präsident des International Association of Agricultural Economists (IAAE) und als führendes Mitglied nationaler und internationaler wissenschaftlicher Beiräte erreichte er aufgrund seiner Fachkenntnisse höchste internationale Anerkennung und rückte dadurch in den Vordergrund internationaler Politik. Als jetziger Direktor und Professor am Zentrum für Entwicklungsforschung (ZEF) der Universität Bonn teilt er sein Wissen mit Studenten und jungen Wissenschaftlern und motiviert sie, sich für die Ernährungssicherung und eine Welt frei von Armut einzusetzen.

    Das unabhängige Kuratorium entschied sich einstimmig für die Preisvergabe an Herrn Prof. Dr. Joachim von Braun für seine herausragenden Leistungen in den Agrar- und Ernährungswissenschaften und seinen damit geleisteten Beitrag zur Verbesserung der Welternährung. Sein bisheriges Lebenswerk hat er in den Dienst einer Welt frei von Hunger gestellt.

    In seiner rund 35jährigen Forscherlaufbahn und in mehr als 20 Publikationen hat sich Prof. Dr. Joachim von Braun durch innovative und richtungsweisende Arbeiten international einen Namen gemacht. Bezeichnend für die Arbeiten von Prof. Dr. von Braun ist dabei, dass er neben sorgfältigen Analysen auf der Mikroebene nie den Blick für die globalen Zusammenhänge verliert.

    Zu Prof. Dr. von Brauns Arbeiten zählen seine frühen Studien zur Ernährungssicherung und Ökonomik von Hungersnöten, aber auch Arbeiten zu technischem Fortschritt, Kommerzialisierung der Subsistenzlandwirtschaft, ländlichen Finanzsystemen und Zusammenhängen zwischen Armut und Umweltdegradation.