DR. HERMANN EISELEN STIPENDIEN-PROGRAMM

Die Stiftung fiat panis vergibt Stipendien zur Anfertigung von Master-Arbeiten an der Universität Hohenheim, die einen Beitrag zur Bekämpfung von Unter- und Fehlernährung sowie ländlicher Armut in Entwicklungs- oder Schwellenländern des Südens leisten. Die Stipendien dienen der Förderung überdurchschnittlich qualifizierter Hohenheimer Studierender mit einem entwicklungs-/tropenrelevanten Studienschwerpunkt. Darüber hinaus können in Ausnahmefällen auch Studierende anderer Universitäten gefördert werden, sofern sie ihre wissenschaftliche Abschlussarbeit unter der Betreuung Hohenheimer Hochschullehrer anfertigen. Die Ziele der Stiftung fiat panis müssen in der Arbeit erkenntlich werden. Darüber hinaus müssen Lösungsansätze zur Verbesserung der Ernährungssicherung Bestandteil der Arbeit sein.

Von 1982 bis Ende 2009 unterstützte die Eiselen-Stiftung Diplom- und Masterstudenten mit Reisebeihilfen, damit sie in Entwicklungsländer reisen und Daten für ihre Abschlussarbeiten erheben konnten. Seit 1. Januar 2010 werden die Diplom- und Masterstudenten von der Stiftung fiat panis gefördert. Insgesamt konnten seit 1983 mit Hilfe unserer Fördermittel 590 Diplom- und Masterarbeiten abgeschlossen werden. Die Gesamtausschüttung für dieses Programm beträgt 1,1 Mio. Euro.

Seit 2010 wird dieses Programm für die Förderung junger Studierender unter dem Begriff "Dr. Hermann Eiselen Stipendien-Programm" geführt.

Die Förderung geht auf einen Vorschlag von Herrn Prof. em. Dr. Dr. h.c. Erwin Reisch aus dem Jahre 1982 zurück, der damals Leiter des Tropenzentrums der Universität Hohenheim gewesen ist. Er war weitsichtig genug, um die Bedeutung der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses für den Kampf gegen den Hunger in der Welt richtig einzuschätzen. Es ist erfreulich, dass eine Vielzahl der Stipendienempfänger über den Abschluss ihres Studiums hinaus in der einen oder anderen Form dieser Aufgabe treu geblieben sind und sich für eine Welt frei von Hunger engagieren.

Das Dr. Hermann Eiselen Stipendien-Programm ist eine einzigartige und vorbildliche Einrichtung im Bereich der tropischen Agrarforschung und Lehre in Deutschland und leistet einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der Studierenden. Der Auslandsaufenthalt stellt eine ideale Vorbereitung auf eine Tätigkeit im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit dar.

Das Stipendien-Programm ermöglicht jungen Menschen während des Auslandsaufenthaltes nicht nur die Durchführung der für die wissenschaftliche Arbeit notwendigen Versuche und Erhebungen, sondern gibt ihnen auch die Gelegenheit, Menschen anderer Kulturkreise und deren Lebensbedingungen kennenzulernen. Die Erweiterung des persönlichen Erfahrungsbereichs bei der Durchführung der wissenschaftlichen Arbeit unter teilweise extremen Bedingungen gewinnt im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit auf dem nationalen und internationalen Arbeitsmarkt zunehmend an Bedeutung.

WISSENSCHAFTSPREISE

Justus von Liebig-Preis
für Welternährung

Im Jahr 2007 hatte die Eiselen-Stiftung den Liebig-Preis von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. übernommen. Ausgezeichnet werden Menschen oder Institutionen, die einen herausragenden Beitrag zur Verbesserung der Welternährung geleistet haben. Die Auszeichnung wurde 2009 in dieser Ausformung zum ersten Mal zugesprochen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird grundsätzlich ungeteilt verliehen.


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Josef G. Knoll-Europäischer
Wissenschaftspreis

Die Förderung qualifizierter Nachwuchskräfte ist ein großes Anliegen der Stiftung fiat panis. Der Josef G. Knoll-Europäischer Wissenschaftspreis wird im zweijährigen Turnus seit 1986 an Verfasser der besten eingereichten Dissertationen verliehen, die einen innovativen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungslage bzw. -sicherheit von betroffenen Bevölkerungen in Entwicklungsländern leisten.


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Hans H. Ruthenberg-
Graduierten-Förderpreis

Die Förderung qualifizierter Uni-Absolventen ist ein großes Anliegen der Stiftung. Neben dem Josef G. Knoll-Europäischer Wissenschaftspreis hatte die Eiselen-Stiftung den Hans Hartwig Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis 1999 geschaffen, um herausragende Diplom- oder Masterarbeiten auf dem Gebiet der Ernährungssicherung auszuzeichnen.



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