FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Das Welternährungsproblem, welches in einem engen Zusammenhang mit dem Weltbevölkerungsproblem steht, kann, wenn überhaupt, nur auf Grund wissenschaftlicher Forschungsarbeiten und durch Umsetzung ihrer Ergebnisse in die Praxis gelöst werden. Dieser Aufgabe stellt sich die Stiftung fiat panis. Der Stifter ging von der Erkenntnis aus, dass die Forschung im Dienste der Verbesserung der Welternährungslage bisher unzureichend war. Ebenso war die Bereitschaft privater Institutionen, sich für ihre Intensivierung einzusetzen, gering. Die Vater und Sohn Eiselen-Stiftung war Pionier der privaten Unterstützung der international orientierten Agrarforschung im Dienste der Verbesserung der Welternährungslage. Die Stiftung fiat panis ist seit dem 1. Januar 2010 ihr Nachfolger.

Die Stiftung unterstützt die Generierung von Wissen und ihre Anwendung, um Hunger und Armut in der Welt zu verringern. Dieses Beispiel soll andere ermutigen, an dieser Aufgabe mitzuwirken.

Seit 1982 wurden insgesamt mehr als 13 Mio. Euro für wissenschaftliche Forschungsarbeiten von der Eiselen-Stiftung und ab 2010 von der Stiftung fiat panis aufgebracht.

Von 1985 bis 1997 wurde der Forschungsschwerpunkt „Biotechnologie und Pflanzenzüchtung - angewandte Genetik im Dienste der Welternährung“ an der Universität Hohenheim mit einem Aufwand von mehr als 6 Mio. Euro gefördert. Zielsetzungen der Forschungsarbeiten waren die Erhöhung des Ertragspotentials verschiedener Kulturpflanzen und die Verbesserung der Resistenz der Pflanzen gegenüber Krankheiten und Schaderregern durch ein genetisch modifiziertes Saatgut. Mit ihrem Beitrag hatte die Eiselen-Stiftung wichtige grundlegende Arbeiten in Deutschland gefördert.

Darüber hinaus initiierte und förderte sie Forschungsprojekte der universitären entwicklungsländerbezogenen Agrar- und Ernährungsforschung, die geeignet sind, bei Anwendung ihrer Ergebnisse zur Verbesserung der Ernährungslage in Mangelländern beizutragen und/oder die Auswirkungen von Hunger und Armut zu lindern. Die Stiftung förderte mehr als 280 Projekte mit mehr als 2,7 Mio. Euro.

Die Eiselen-Stiftung förderte zusammen mit anderen Trägern in den Jahren 1998 bis 2000 die ersten Arbeiten in der Vorbereitungsphase eines neuen Sonderforschungsbereiches der Universität Hohenheim mit dem Titel „Sustainable Land Use and Rural Development in Mountainous Regions of Southeast Asia“. Im Jahre 2000 wurde dieser Sonderforschungsbereich durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft in Thailand und Vietnam eingerichtet und 2003, 2006 und 2009 um jeweils drei Jahre verlängert.

Sämtliche Aufgaben der Forschungsförderung hat die Stiftung fiat panis am 1. Januar 2010 von der Eiselen-Stiftung übernommen. Die Beurteilung der eingereichten Anträge auf Fördermittel obliegt einem dreiköpfigen Forschungsbeirat.

FORSCHUNGSFÖRDERUNG

Anfrage und Anträge

Anträge für Forschungsprojekte sollen von Professoren, lnstitutionsleitern, Doktorandenbetreuern u. ä. gestellt werden.


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Forschungsprojekte

Die Stiftung fiat panis initiiert und fördert Forschungsprojekte der entwicklungsbezogenen Agrar- und Ernährungsforschung.


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Masterprogramm

Die Stiftung vergibt Stipendien an der Uni. Hohenheim für Masterarbeiten, die einen Beitrag zur Bekämpfung von Hunger leisten.


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Doktorandenförderung

Die Stiftung stellt Forschungsmittel für Doktoranden für entwicklungsrelevante Arbeiten am ZEF, Bonn und dem FSC, Hohenheim zur Verfügung.


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Workshops / Kongresse / Symposien

Die Diskussion von wissenschaftlichen Ergebnissen
und der Austausch von Wissenschaftlern ist ein
wichtiger Ansatzpunkt, um die Generierung von
Forschungsarbeiten zu stimulieren.


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WISSENSCHAFTSPREISE

Justus von Liebig-Preis
für Welternährung

Im Jahr 2007 hatte die Eiselen-Stiftung den Liebig-Preis von der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. übernommen. Ausgezeichnet werden Menschen oder Institutionen, die einen herausragenden Beitrag zur Verbesserung der Welternährung geleistet haben. Die Auszeichnung wurde 2009 in dieser Ausformung zum ersten Mal zugesprochen. Der Preis ist mit 25.000 Euro dotiert und wird grundsätzlich ungeteilt verliehen.


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Josef G. Knoll-Europäischer
Wissenschaftspreis

Die Förderung qualifizierter Nachwuchskräfte ist ein großes Anliegen der Stiftung fiat panis. Der Josef G. Knoll-Europäischer Wissenschaftspreis wird im zweijährigen Turnus seit 1986 an Verfasser der besten eingereichten Dissertationen verliehen, die einen innovativen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungslage bzw. -sicherheit von betroffenen Bevölkerungen in Entwicklungsländern leisten.


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Hans H. Ruthenberg-
Graduierten-Förderpreis

Die Förderung qualifizierter Uni-Absolventen ist ein großes Anliegen der Stiftung. Neben dem Josef G. Knoll-Europäischer Wissenschaftspreis hatte die Eiselen-Stiftung den Hans Hartwig Ruthenberg-Graduierten-Förderpreis 1999 geschaffen, um herausragende Diplom- oder Masterarbeiten auf dem Gebiet der Ernährungssicherung auszuzeichnen.



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